Rückenschmerz ade

Rückenschmerz ade

2018-01-14T12:01:01+00:00

Rückenschmerz ade (Fall von Doris)

Frau M., Mitte 50, seit 30 Jahren in einem handwerklichen Betrieb tätig, kam mit Schmerzen
im unteren Rücken, den sie auch im Sitzen wahrnahm. Nachdem ich sie beschreiben ließ, wie
genau der Schmerz sich anfühlt und wo genau er sich befindet, klopften wir den Schmerz mit:
»Auch wenn ich diesen ziehenden Schmerz links neben der Wirbelsäule im unteren Rücken
habe, sogar jetzt, wenn ich sitze, ich bin o.k.« und dann die Sequenz: »Dieser Schmerz im
unteren Rücken .. dieses Ziehen links neben der Wirbelsäule .. im unteren Rücken .. sogar
jetzt im Sitzen .. aber ist ja klar .. so wie der Rücken in Anspruch genommen wird .. schon
seit 30 Jahren .. kein Wunder, dass er sich meldet .. (ihre Worte bei der Beschreibung des
Prob lems wurden hier gleich mit eingefügt) dieser ziehende Schmerz ..«
Nach zwei Klopfrunden fragte ich, wie es jetzt mit dem Schmerz sei. Er war um 50 Prozent
gefallen und so klopften wir weiter mit: »Auch wenn ich diesen restlichen ziehenden Schmerz
(es war derselbe ziehende Schmerz an der gleichen Stelle) in meinem unteren Rücken habe,
ich bin o.k. ..« usw. Diesmal fügte ich hinzu: »Auch wenn ich noch etwas von diesem Schmerz
links von meiner Wirbelsäule im unteren Rücken habe, ich bin o.k. und auch mein Rücken ist
o.k., denn er hat schon so viel für mich getan und tut sicherlich immer noch sein Bestes ..«
und »Auch wenn da immer noch etwas von diesem Schmerz links von meiner unteren Wirbelsäule
ist, ich bin o.k. und vielleicht sage ich mal Danke zu meinem Rücken, der schon so
viel geleistet hat und noch immer leistet, so wie mein restlicher Körper auch.«
Bei diesem Satz traten Tränen in ihre Augen. Ich fragte sie, was die Tränen sagen, und sie
meinte: »So habe ich das noch nie gesehen, aber es stimmt und berührt mich.« Wir klopften
daraufhin die Sequenz mit: »Dieser restliche ziehende Schmerz links neben meiner Wirbelsäule
im unteren Rücken .. und vielleicht sage ich meinem Rücken Danke .. denn er hat schon
so viel für mich getan .. musste schon so viel tragen in meinem Leben .. und da ist vielleicht
längst mal ein Dankeschön fällig .. dieser restliche ziehende Schmerz und vielleicht kann ich
ja auch mal mit mehr Wohlwollen auf meinen Rücken schauen ..«
Auf Nachfragen wie es nun mit den Schmerzen aussieht, begann sie sich auf dem Stuhl zu
bewegen. Ich erklärte ihr, dass wir zunächst überprüfen, ob in der Ausgangsstellung, also beim
ruhigen bewegungslosen Sitzen, der Schmerz noch da sei, was sie verneint.
Dann ließ ich sie den Schmerz in der Bewegung suchen, und wir klopften auch diesen Schmerz
mit Setup und Sequenz und mit der Anerkennung dafür, dass die Rückenzellen schon so viel
geleistet haben. Auch sprach ich indirekt noch einen weiteren möglichen Aspekt an, der auf
der emotionalen Ebene liegen könnte, nämlich dass der Rücken vielleicht ja auch noch einiges
an seelischer Belastung tragen könnte: »Diese Belastung in meinem Rücken, wegen der
vielen schweren Arbeit, die er leisten musste und noch immer muss, und diese Belastung vielleicht
auch wegen anderer Themen in mir ..«
Ich ging hier dann nicht weiter in die Tiefe, da es sich nur um eine »Einführung« in EFT handelte
und keine weitere Zeit blieb, emotionale Themen anzugehen, gab ihr aber noch den
Tipp, sich eventuell auch noch andere »Belastungsthemen« aus ihrem Leben anzuschauen und
zu beklopfen.
Nach nur ein paar weiteren Runden war der Schmerz auch bei heftigeren Bewegungen auf dem Stuhl nicht mehr zu erzeugen.
Dann fragte ich sie, bei welcher Bewegung der Schmerz noch auftauchen könnte, und sie antwortete:
»Beim Stehen und Gehen.« Also gingen wir auf diesen neuen Aspekt des Rückenschmerzes
über. Ich forderte sie auf, aufzustehen und wieder den Schmerz zu suchen. Sie
stand auf und sagte völlig überrascht: »Jetzt ist er in die Oberschenkel gerutscht, als hätteich
da Muskelkater!« Sie war am Tag zuvor gewandert, und so war nicht klar, ob der Muskelkater-
Schmerz ein weiterer Aspekt des Rückenschmerzes war oder von der Wanderung herrührte.
Trotzdem klopften wir ihn, bis er vollkommen verschwunden war.
Ich gab ihr noch weitere Tipps mit auf den Weg, wie sie selbst weiterklopfen kann, auch wenn
die Rückenschmerzen wieder auftauchen sollten.

Und sie geht wieder

Frau R., Anfang 80, kann sei ein paar Monaten nur noch unter großen Schmerzen in der linken
Hüfte gehen. Ärzte raten zu einer Operation, obwohl sie auch keine klare Diagnose stellen
können. Als Frau R. vor mir sitzt, berichtet sie von einem leichten Ziehen rechts in der Hüftpfanne
im Sitzen (Einwertung 5). Wir klopfen also: »Auch wenn ich dieses leichte Fünferziehen
in der rechten Hüftpfanne im Sitzen verspüre, ich akzeptiere mich so gut es eben jetzt
geht« (sie hatte ein Problem mit dem Standard-Akzeptanzteil). Nach einigen Klopfrunden
hatte sich dieses Ziehen im Sitzen vollständig aufgelöst.
Sie sollte nun aufstehen und ein paar Schritte gehen: ein »unangenehmer, stechender
Schmerz« in der Hüftpfanne trat sogleich in Erscheinung. Er war – für sie erstaunlich – aber
nicht mehr so stark, wie sie ihn in Erinnerung gehabt hatte (Einwertung 5). »Auch wenn ich
jetzt diesen unangenehmen und stechenden Schmerz in meiner rechten Hüftpfanne beim
Gehen habe ..«
Da der Schmerz trotz zahlreicher Klopfrunden nicht leichter werden wollte, fügte ich Aspekte
der mentalen Ebene gleich mit ein (ich griff einige Informationen aus der Anamnese auf):
»Auch wenn sich dieser unangenehme und stechende Schmerz in meiner rechten Hüftpfanne
beim Gehen nicht verändern will, vielleicht auch, weil mir gesagt wurde (Aussage des Arztes)
und ich nun auch denke, dass ich jetzt mit diesen Schmerzen leben muss, wenn ich mich
nicht operieren lassen will, und das will ich auch nicht …«, »Auch wenn ich jetzt mit diesen
Schmerzen, die ich gar nicht mag, in meiner rechten Hüfte beim Gehen leben muss und es
anscheinend nichts gibt, was mir da helfen kann, auch das Klopfen nicht …«
Erste »Bewegung« stellte sich nun ein: Der Schmerz strahlte jetzt mehr in das Knie und in den
Rücken aus. Auch wurde der Schmerz jetzt nicht mehr als derart unangenehm empfunden:
»Auch wenn ich noch diesen nicht mehr so unangenehmen und nicht mehr so stechenden
Schmerz in meiner rechten Hüfte beim Gehen spüre, der jetzt mehr in das Knie und in den
Rücken ausstrahlt …«
Beim nächsten Gehtest verpürte sie den Schmerz »fast nicht mehr« (Einwertung 2), es war
eher wie ein »Weh«: »Auch wenn ich dieses Weh in meiner Hüfte beim Gehen spüre, das noch
etwas in das Knie und den Rücken ausstrahlt …«
Jetzt nahm sie dieses Weh »mehr hinten im Kreuz« wahr: »Auch wenn ich jetzt dieses Weh
mehr hinten in Kreuz spüre …«
Während des Klopfens sackte sie irgendwie in sich zusammen. Ich fragte sie, was jetzt sei. Sie
meinte, dass sie jetzt eine große Schwere wahrnehmen würde. Bei diesen Worten traten Tränen
in ihre Augen: Sie fühlte die Schwere von ihren Sorgen und Problemen. Wir klopften:
»Diese Tränen in mir wegen dieser schweren Sorgen und Probleme …«
Nachdem sie wieder ruhiger geworden war, berichtete sie von ihrem »schweren Tragen wegen
ihrer Tochter, die es in ihrem Leben nicht so einfach ht«. Dabei wurde stetig geklopft. Sie
fühlte große Traurigkeit und konnte schließlich Bezug herstellen zu ihrer eigenen Kindheit, in
der sie es ebenso nicht so leicht gehabt und sie sich immer wieder in großer Einsamkeit befunden
hatte. Wr klopften dabei eine Reihe emotionaler Aspekte aus ihrer frühen Geschichte, bis
sie plötzlich von großem emotionalen Schmerz erschüttert wurde und alte Wahrheiten zutage
traten: »Ich kann nicht mehr weiter«, »Ich will nicht mehr«. Immer nur alleine, ständig Verantwortung
für so Vieles schon als Kind, das nicht frei durchs Leben gehen kann, so viel Bürde,
an der sie so schwer trägt – das ganze Leben lang, bis heute.
Mit einem tiefen Seufzer »tauchte sie wieder auf« und fühlte sich »seltsam, aber gut leichter
«. Mit Bewunderung blickte sie auf das Kind in sich, das so viel getragen und doch gemeis –
tert hatte. Und Frau R. meinte: »Doch, ich kann mich schon akzeptieren, und ich will mich in
meinen letzen Tagen jetzt doch mehr annehmen. Ich brauche nicht mehr so viel tragen, und
meine Tochter hat ja auch viel geschafft – das sehe ich jetzt auch klarer. Da brauche ich mir
doch gar nicht so viele Sorgen machen.«
Ich bat sie, wieder aufzustehen, um das Gehen zu testen. Die Hüfte war fast frei, nur noch
ein kleiner Rest von Wahrnehmung, die sie gar nicht genau beschreiben konnte. Wir klopften:
»Auch wenn es da noch eine kleine Erinnerung an diesen unangenehmen Schmerz in der rechten
Hüfte gibt, vielleicht auch weil es doch gar nicht sein kann, dass der Schmerz ganz weg
sein kann (sie nickte), und ich noch einen kleinen Rest an Schmerz aufbewahren muss, damit
meine Welt stimmt (sie nickte lächelnd erneut) …«
Sie sollte dann noch selbst immer wieder diese Erinnerungsspuren (auch in den Zellen der
Hüfte) und diese Zweifel an einer Selbstheilung beklopfen.
Wie ich die nächsten Tage immer wieder erfuhr, konnte sie wieder längere Strecken ohne jegliche
Probleme mit Wandern zurücklegen, was ihr große Freude bereitete, hatte sie doch
diese Bewglichkeit bereits abgeschrieben.

Erste-Selbsthilfe-Klopfen (Kurzbericht einer Klopfanwenderin)

»Hallo Horst, EFT ist mir so ein vertrautes Handwerkszeug geworden, das ich z.B. als ich mir
einmal kochendes Wasser über die Hand statt in die Tasse gegossen habe, bereits mental,
während das kochende Wasser über den Handrücken lief, geklopft habe.Dann habe ich normal
ein paar Minuten weiter geklopft. Das Ergebnis: fünf Minuten krebsroter Handrücken, die
Schmerzen haben innerhalb der fünf Minuten schon abgenommen, keine Blase, nach zehn
Minuten völlig schmerzfrei, die Rötung verschwand bis zum nächsten Tag.«
Ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit EFT und Ihre EFT-Fälle (erfolgreiche bis weniger erfolgreiche)
könnten hier stehen. Dies ermutigt auch andere, sich an EFT zu versuchen. Schreiben
Sie, damit dieser Newsletter eine Fundgrube und Hilfe für andere EFT-Anwender sein
kann und bleibt!

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