Fallberichte zum Klopfen mit Kindern 2018-04-03T20:36:11+00:00

Klopfen mit Kindern – Eltern und Anwender berichten

 

Schreiben Sie uns Ihre Fälle bei der Klopf-Anwendung mit Kindern, sowohl erfolgreiche wie Teilerfolge oder auch weniger erfolgreiche. Jeder dargestellte Fall regt Kreativität an und hilft dabei, das Verständnis von Klopfakupressur zu vertiefen – und macht Mut, das „Unmögliche“ doch zu versuchen.
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Zahlreiche Falldarstellungen über das Klopfen mit Kindern sind im Buch „Kinderglück mit EFT“ und auch in unserem Newsletter aufgeführt.

Wichtig
Wenn Sie die Klopfakupressur selbst anwenden, müssen Sie die volle Verantwortung für Ihr Handeln übernehmen. Suchen Sie fachliche Hilfe auf, wenn Sie nicht sicher über Art und Ausmaß des Problems sind. Auf keinen Fall sollten Sie irgendwelche Medikation von sich aus absetzen. Besprechen Sie dies stets mit dem behandelnden Arzt! Siehe hierzu auch die „Wichtigen Hinweise“.

Eine Mutter berichtet, wie sie ihrer 2-jährigen Tochter half, vom Schnuller loszukommen.

„Meine Tochter (2 Jahre alt) hatte zum Schlafen einen Schnuller und schlief auf keinen Fall ohne ihren Schnuller ein. Sie wird bald 3 Jahre und hat derzeit ab und zu mal ihre Trotzphasen. Einen Abend hatte sie vor dem Schlafen gehen ihren Willen nicht bekommen und hat vor Wut den Schnuller durch die Gegend geworfen und gesagt, dass sie ihn nicht möchte. 1 Minute später wollte sie ihn dann doch wieder haben. Für mich war dies aber eine gute Gelegenheit, den Schnuller loszuwerden, und ich habe gleich die Chance genutzt, dies mit dem KLopfen zu begleiten. Ich klopfte ihre Wut und dass sie auch ohne Schnuller einschlafen und durchschlafen kann. Ich war total verblüfft, sie ist ohne Probleme ohne Schnuller eingeschlafen und hat auch in der Nacht ihren Schnuller nicht vermisst. Am nächsten Abend haben wir dann gleich die Schnullerfee gerufen, die die Schnuller abgeholt und ihr ein Geschenk mitgebracht hat. Ich habe das ganze mit Klopfen begleitet, und sie hat seit einer Woche nicht einmal nach ihrem Schnuller gefragt.« [Kommentar: Hier sehen wir, wie die Kombination von Klopfakupressur und Phantasie bei Kindern »Wunder« bewirkt].

Eine Stillberaterin berichtet vom Klopferfolg bei einem Baby, das sich gegen das Stillen wehrte.

„Dann möchte ich dir noch eine schöne Erfahrung aus meiner Tätigkeit als Stillberaterin miteilen.
Nach einigen Gesprächen mit einer Mutter mit ihrem 4 Monate alten Baby habe ich ihr einen Hausbesuch vorgeschlagen.
Sie wollte ihren Sohn anlegen, doch der fing an zu quengeln. Ich bat sie, das Baby zur Seite zu legen, und ich fragte sie, wie es ihr geht, was sie fühlt und wahrnimmt. Sie spürte Panik vor dem Geschrei und dem Aufbäumen ihres Sohnes, das er in letzter Zeit immer wieder veranstaltete, wenn sie ihn anlegen wollte. Wir klopften diese Panik, bis die Mutter mir mitteilte, sie spürrt sie nun nicht mehr.
Der Kleine war die ganze Zeit während des Klopfens ganz ruhig auf seiner Decke neben uns gelegen.
Nun forderte ich die Mutter auf, ihn erneut anzulegen, und er begann zu quengeln. Ich klopfte die Punkte über dem Fußknöchel (Anm.: Innenseite Unterschenkel oberhalb der Fußknöchel) und der Fontanelle (Anm.: höchste Stelle am Kopf)
und ich sprach beruhigend mit ihm. Er wurde ganz ruhig und konnte in Ruhe an der Brust trinken.
Es war sehr schön, er war so einfach, das hat mich fasziniert.“

Wunder beim Zahnarzt (ein Erfahrungsbericht einer Mutter mit ihrem kleinen Jungen).

Die Mutter schreibt: „Es ist mal wieder ein Klopfwunder geschehen! Seit zwei Jahren(!!!!!!!) gehe ich mit meinem (mittlerweile) vierjährigen Sohn regelmäßig zum Zahnarzt. Er hat bis jetzt noch nie (auch nicht ansatzweise) den Mund aufgemacht. Wir versuchten es natürlich mit ‚Bestechung‘, wie z.B. kleines Spielzeug aussuchen, zu Mc Donald’s gehen usw. Auch ein Zahnarztwechsel brachte nichts. Also habe ich mir einen Klopfreim ausgedacht und diesen dann immer wieder bei meinem Sohn geklopft. Ich habe drei Tage vor dem Zahnarztbesuch angefangen und immer mal wieder zwei Runden mit diesem Reim geklopft. Und was soll ich sagen? Er sitzt bei seiner Zahnärztin auf dem Behandlungsstuhl und macht den Mund auf, als wenn es das Selbstverständlichste von der Welt ist. Da war ich mal wieder erstaunt, obwohl ich auch bei mir selbst schon einige positive Klopferfahrungen gemacht habe (z.B. Nutella-Gier usw.). Ich habe übrigens bei meinem Sohn mit der Handkante angefangen mit dem Satz: ‚Obwohl L. diese große Angst vor der Zahnärztin hat, ist er doch ein ganz mutiger Junge.‘ Dann der Reim (Vorlage natürlich die Reime aus „Kinderglück mit EFT“):
Der Luca hat so Angst vor’m Zahnarzt (AB)
der möcht‘ da gar nicht hin. (AA)
Macht seinen Mund ja doch nicht auf, (JB)
so ist’s in seinem Sinn. (UN)
Der Geruch und die Geräusche erschrecken ihn so toll (KI)
die Mama hat ihn trotzdem lieb und find‘ ihn ganz schön toll (SB)
die Angst, die geht jetzt gaaaaaaaaaaanz weit weg (UA)
weg, weg, weg, weg, weg (Hände klatschen)“
Die Mutter ergänzt in einer Folgemail:
„Ich habe am Freitag eine Mail geschickt, in der ich das Auflösen der Zahnarzt-Angst meines vierjährigen Sohnes beschrieben habe. Dazu würde ich gerne noch mitteilen, dass wir die letzten zwei Jahre alle ein bis drei Monate zum Zahnarzt gegangen sind. Und auch das hat nichts geholfen. Und am letzten Freitag war mein Sohn auch total entspannt, sogar als er aus dem Wartezimmer aufgerufen wurde. Er ist ganz locker in das Behandlungszimmer gegangen und machte dann ja auch sofort den Mund auf. Was soll ich sagen? Danke!!!!“
Ein halbes Jahr später erkundigte ich mich bei der Mutter per Email: „… nachdem Sie mir im September 07 eine Klopf-Erfahrung geschickt hatten, interessiert es mich natürllich, ob dieser Erfolg bei Ihrem Sohn angehalten hat, ob er also weiterhin so entspannt bleibt, auch ob sich dadurch auch noch etwas anderes bei Ihrem Sohn in positiver Weise bemerkbar gemacht hat.“
Die Antwort erhielt ich umgehend: „Ja, der Erfolg war von Dauer. Wir hatten bis jetzt nie wieder Probleme beim Zahnarzt. Das geht jetzt jedes Mal ganz ‚automatisch‘;. Mein Sohn hat auch beim allgemeinen Arzt nie den Mund freiwillig aufgemacht, wenn mal in den Hals geschaut werden musste. Das hat sich nach dem Auflösen der Zahnarzt-Angst gleich mit erledigt.“

Der Bericht einer Mutter über ihren Sohn, der Bauchschmerzen bekam.

D. (viereinhalb Jahre) war nach einem anstrengenden Tag schon gegen Fünf Uhr sehr müde, was man ihm eindeutig anmerkte. Er wurde unzufrieden und ungeduldig in allem, was er tat. Es war auch ziemlich warm an diesem Tag. Etwas später klagte er über Bauchschmerzen. Ich fragte ihn, ob wir das zusammen klopfen wollen, und er sagte gleich ja.. Ich ging mit ihm ins Haus, nahm ihn auf den Schoß, er kuschelte sich in meinen Arm, und ich klopfte bei ihm (etwa: Auch wenn mich diese blöden Bauchschmerzen ärgern und ich deshalb nicht mehr draußen spielen kann …). Drei Runden aber tat sich nichts. Dann fiel mir ein, dass die Kinder in ihren Problemen drin sind und ich sagte ihm, ich würde jetzt einfach klopfen und er sollte nur an seine Bauchschmerzen denken (die Müdigkeit spielte bestimmt auch eine große Rolle, aber das gibt ja kein Kind zu). Nach eineinhalb Klopfrunden sprang er von meinem Schoß und meinte, er gehe jetzt wieder raus zum Spielen, kein Wort mehr von Bauchschmerzen!

Und plötzlich hat er wieder Mut. Eine Klopfanwenderin berichtet.

Der Junge (6 Jahre) ist sehr ängstlich, höflich und darauf bedacht, alles richtig zu machen. Wir klopfen seine Angst vor der Höhe und dem Klettern und lassen stattdessen ganz mutige Gefühle bei ihm einziehen.
Einige Tage später berichtet die Mutter, sie seien im Freizeitpark gewesen, den der Junge schon von früheren Besuchen kannte. Bisher habe er sich dort nicht getraut, die steile Wand hochzuklettern. Die Mutter sei ganz überrascht gewesen, als sie ihn plötzlich ganz oben entdeckte. Sie fragte ihn, wie er das denn geschafft habe, und er erzählte, dass er in seiner Stunde bei mir doch die Mutpunkte geklopft hatte, und er habe zwar nicht mehr genau gewusst, wo die seien, aber er habe einfach überall geklopft. Und am besten habe es geklappt, als er sich selbst auf die Schulter geklopft hatte. [Kommentar: Wieder ein Beispiel, wie schnell Kinder das Klopfen aufgreifen und ihr eigenes Klopfen daraus machen. Schön an diesem Beispiel ist auch, dass wir mit unserer Kreativität sogar Mutpunkte ins Leben rufen können, neben magischen Punkten, Zauberpunkten …]
(aus Newsletter 12/12)

Der Bericht einer Mutter über ihre Tochter, die Angst im Dunkeln hatte.

Meine Tochter kam zu mir ins Bad, ich war in der Wanne und sie saß auf dem Klo, wir hatten 5 Minuten Zeit für das Thema ‚Ich hab‘ immer Angst beim Reiten, wenn wir im Dunkeln vom Stall zum Reitplatz runtergehen, und auch am Platz ist es unheimlich, der ist zwar beleuchtet, aber drumrum seh‘ ich nix.‘ Es hat perfekt geklappt, die ‚Nebenwirkung war, dass sie jetzt auch nachts im Bett keine Angst mehr im Dunkeln hat (bis dahin mussten wir immer das Licht im Gang anlassen.
Und ganz nebenbei erwähnt. Sie hat in Latein eine 1 geschrieben. Sie hat vorher auch immer gut gelernt und zu Hause alles gekonnt, aber dann doch 3er und 4er geschrieben. Sie ist absolut glücklich.

Der Bericht einer Mutter: „Meine Tochter hatte letztens nachts plötzlich einen ganz schlimmen Nesselausschlag,

das hatte sie noch nie (es kam von Filz-Wolle). Sie ist fast aus der Haut gefahren. Mit Klopfen haben wir es relativ schnell ganz gut hingebracht, zumindest dass es nicht mehr so juckt, und nach einer Stunde war alles wieder o.k.“

Der Bericht einer Mutter: Die Angst vor Ziegen beim 5-jährigen Sohn löst sich auf.

Einen tollen Erfolg habe ich auch bei meinem 5-jährigen Sohn erzielt. Dieser hatte seit einigen Tagen eine panische Angst vor Tieren, nachdem er gesehen hatte, wie ein kleines Zicklein die Schuhbänder von meinem Mann angeknabbert hatte. Simon war entsetzt und malte sich mit blühender Fantasie aus, was das Zicklein sonst noch alles anknabbern könnte. Er liebt Tiere, aber seit diesem Zwischenfall wollte er nicht mehr zu den Ziegen auf die Wiese und geriet in Panik, wenn er sich doch den Ziegen zu nähern versuchte. Ich schlug ihm vor, diese Angst wegzuzaubern. Nach einigen Klopfdurchgängen verspürte er noch ein bisschen Angst. Am darauffolgenden Tag erzählte ich ihm eine Klopfgeschichte. [Kommentar: Anregungen zum „Klopfzauber“ und zu „Klopfgeschichten“ siehe unsere Bücher: ‚Kinderglück mit EFT‘ und ‚Kiki’s Klopfgeschichten‘, das im März 2017 erscheinen wird.] Das ist nun 10 Tage her. Simon geht ohne Angst und Panik, aber mit Respekt zu den Ziegen auf die Wiese, nähert sich ihnen problemlos, gibt ihnen zu fressen und teilt mit den kleinen Zicklein sogar Küsschen aus.“
(aus Newsletter 05/12)

Surrogatklopfen für drei gestresste kleine Kinder am Flughafen und im Flugzeug (von Doris und Horst).

Doris und ich waren am Flughafen von Heraklion und warteten auf unseren Rückflug. Der Raum zu den Abfluggates war von vielen Menschen gefüllt, es herrschte eine lärmende, enge und unruhige Atmosphäre. In unserer Nähe hatte ein Grieche ein kleines Mädchen (etwa zwei Jahre alt) auf dem Arm. Sie zappelte, weinte, schien ziemlich genervt und überfordert. Doris und ich guckten uns an und beschlossen, dem Mädchen zu helfen: wir wendeten das „Klopfen“ in der Surrogatform für sie an (wir klopften dabei lediglich unsere Finger in der Einhand-Variante). Nach ein paar Runden mit z.B. »Auch wenn du gerade diesen Stress hast und dir alles zuviel ist, bist du doch ein starkes Mädchen, das auch dies gut hinter sich bringt«, »Auch wenn du diese Probleme mit all den Menschen und dem Lärm hast und du so unruhig dabei wirst, bist du ein tolles Mädchen, und du weisst, dass du doch sicher bist.« Nach nicht mehr als fünf Minuten wurde das Mädchen plötzlich ruhig und entspannt, wollte von Papas Arm und stand jetzt sicher und wie ausgewechselt neben ihm. Sie zeigte sogar Anzeichen von Freude. – Ein Zufall?, fragten wir uns,
Etwas später, in der Schlange vom Gate zum Bus, der uns zum Flugzeug bringen sollte, hörten wir vor uns das verzweifelte Schreien eines etwa einjährigen Mädchens, das in den Armen der Mutter lag. Auch sie war genervt, überfordert, gereizt. Wir wagten einen weiteren Versuch. Nach wenigen Minuten war das Mädchen still und lag jetzt ruhig in den Armen ihrer Mutter. – Ein weiterer Zufall? Geht es wirklich sooo einfach?
Im Flugzeug, fünf Reihen vor uns auf der anderen Seite des Ganges legte dann nach dem Start ein Baby los, das nicht zu beruhigen war. Obwohl wir das Kind nicht sehen konnten, wagten wir jetzt die Probe aufs Exempel: erneutes Surrogat-Klopfen mit lediglich dem Einhand-Finger-Klopfen. Wir stimmten uns auf die möglichen Nöte des Kindes ein, formulierten in uns entsprechende Sätze … – nach wenigen Minuten war das Kind völlig ruhig. Dies blieb auch den ganzen Flug über so. Selbst beim Landeanflug, beim Landen selbst und beim Aussteigen war vom Kind nichts mehr zu hören. Als wir dann beim Aussteigen am Sitzplatz der Eltern vorbeikamen, sahen wir das Baby friedlich und entspannt schlummern. – Ein Zufall?

Eine Mutter berichtet, wie ihr Sohn durch das Klopfen mehr Erfolg in der Schule hat und das Klopfen „cool“ findet.

B. war sehr angetan von der Klopfsitzung mit ihm. Er hat heute eine Deutschklausur geschrieben und hat einiges mehr aufs Papier gebracht als sonst und auch leserlich (hat er erzählt). Die Sitzung hat ihm total Spaß gemacht und er hat das mit dem Klopfen gleich seinem Freund gezeigt. der wollte es erst nicht glauben, aber B. hat ihn ‚genötigt‘, es auszuprobieren, und er hat dann auch besser geschrieben. B. hat dann noch ein paar Mal in der Schule geklopft und hat gemeint, dass das echt cool ist und ends-geil!

Ein achtjähriger Junge weiß plötzlich wieder ein vergessenes Gedicht und lernt das Einmaleins viel leichter (ein Fall von Horst).

Christian, acht Jahre, zweite Schulklasse, zeigt schon länger Lernblockaden und Rechenschwäche. Ich wollte ihm ein Erfolgserlebnis vermitteln und fragte ihn, ob er ein Gedicht kennen würde. „Ja, ’schöne Welt‘, aber ich weiß nicht mehr, wie es geht, habe ich wieder vergessen.“ Ich ermunterte ihn, sich zu erinnern, vielleicht auch nur eine Zeile davon, seine Erinnerungsversuche blieben jedoch erfolglos. Ich fragte ihn noch, ob er auch mit dem Computer umgehen könne, fragte ihn nach Begriffen wie Festplatte, Programm, Datei usw., was er alles gut kannte. Ich machte ihm klar, dass das Gehirn auch nur ein Computer ist mit Festplatte usw. und klopfte mit ihm: „Auch wenn ich gerade diese Gedichtdatei nicht auffinden kann, bin ich vollkommen o.k. und weiß, dass es irgendwo versteckt sein muss“ und „diese versteckte Gedichtdatei“, „Auch wenn ich diese Datei irgendwie verlegt habe, ich bin dennoch ein klasse Christian, dann schalte ich eben mein Suchprogramm ein und lasse es finden.“ Hier wechselte ich bei den Klopfrunden immer wieder mit „diese verschwundene Datei“ und „ich schalte mein Suchprogramm ein“ und „ich lasse diese Datei finden“, „Auch wenn meine Bahnen irgendwie eine Störung haben, mache ich diese Bahnen jetzt frei“ und „diese Störung in den Bahnen“ und „ich mache sie jetzt frei.“ Ich bat ihn dann, das Gedicht aufzusagen. Ohne zu zögern legte er los: „Goldene Welt …“ Ohne zu stottern oder lange nachzudenken, spulte er das ganze Gedicht – also etliche Zeilen – ohne jeglichen Fehler und mit betontem Vortrag herunter (man beachte, dass der Titel sich leicht verändert hat). Während er dies tat, überkam mich ein leichter Schauder im Rücken angesichts meines überraschten und ergriffenen Erstaunens. Und ich ließ ihn das Gedicht nochmals wiederholen mit dem gleichen Ergebnis. Er war positiv überrascht und seine Gesichtszüge hellten sich merklich auf.
Ich übte dann noch das Vierer-Einmaleins mit ihm, das er vor Kurzem gelernt hatte. Er hatte noch Lücken und brauchte viel Zeit. Ich machte ihm klar, dass Zahlen auch nichts anderes als Zeichen sind, so wie es auch Buchstaben sind und dass er das Einmaleins wie ein Gedicht aufsagen kann, nämlich als Zeilen: „zwei mal vier ist acht“ – die Zeile eines Gedichtes. Und er kann sich dies ja merken, wie eine Gedichtzeile. Wir fanden dann noch den Ausdruck: „das Vierer-Lied“. Nachdem ich ihm eine Aufgabe gestellt hatte (z.B. sieben mal vier), klopfte er den Punkt Außenseite des Auges und vervollständigte dabei seine Zeile: „sieben mal vier ist achtundzwanzig.“ Es fiel ihm überraschend leicht, sich jetzt zu konzentrieren und zu erinnern.
Nach der Stunde kam seine Mutter, um ihn abzuholen. Wir zeigten ihr, was er erreicht hatte: er wiederholte ohne Probleme das Gedicht (obwohl er mindestens eine halbe Stunde mit Rechnen beschäftigt gewesen war. Und er konnte anschließend leicht das „Vierer-Lied“ aufsagen und einzelne Zeilen wiedergeben. Die Mutter war sichtlich bewegt und nahm ihren Sohn liebevoll in ihre Arme.

Ein Siebenjähriger wird nach Klopf-Anwendung von seiner Angst vor Monstern befreit (ein Klopffall von Doris).

Frau M. kam mit ihrem 7-jährigen Sohn Lucas (Name geändert). Sie berichtete mir, dass ihr Sohn an Ängsten leidet, seit er bei seinem großen Bruder zufällig die kurze Sequenz eines »Monsterfilms« gesehen hatte.
Nachdem ich Lucas etwas über die »Punkte« erzählt habe, die jeder Mensch hat und mit Hilfe derer man auch Ängste lösen kann, bat ich ihn, jetzt an diesen Monsterfilm zu denken und mir zu sagen, was er dabei fühlt.
Lucas schloss kurz die Augen, und ich konnte deutlich sehen, dass sein Atem schneller ging und sein Körper sich verspannte. Ein Zeichen für mich, »zurückzurundern«.
Deshalb unterbrach ich seine Vorstellung und sagte ihm, er solle jetzt nicht mehr an diesen Film denken, sondern sich den Bildschirm seines Bruders leer vorstellen.
Lucas konnte sich dies gut vorstellen, und ich fragte ihn, ob er da auch was spürt. Er antwortete: »Ja, ein bisschen, ein komisches Kribbeln im Bauch.«
Ich klopfte mit ihm dieses Kribbeln mit: »Auch wenn ich dieses komische Kribbeln im Bauch habe, wenn ich mir den Computerbildschirm von Hannes (Name geändert) vorstelle, ich bin ein toller Lucas.« Wir klopften zwei bis drei Runden das Kribbeln. Auf meine Nachfrage hin, was er jetzt wahrnimmt, wenn er auf diesen leeren Bildschirm schaut, meinte er mit einem Schulterzucken: »Nix mehr.«
Ich bat ihn, sich jetzt ein einziges Bild aus diesem Monsterfilm auf dem Bildschirm vorzustellen, allerdings nur ganz, ganz winzig, sodass er es kaum erkennen kann, und ein bisschen verschwommen soll es auch noch sein. Auf mein Nachfragen, ob er sich das vorstellen könne, nick­te er mit dem Kopf. Ich fragte ihn, was dieses winzigkleine verschwommene Bild nun in ihm auslöst. »Da merke ich, wie es in meinem Hals eng wird.« Dies klopften wir, bis die Enge beim Schauen auf das innere Bild nicht mehr auftauchte. Ich fragte Lucas noch, ob es noch eine andere Wahrnehmung gibt, wenn er auf das Bild schaut, was er verneinte.
Beim nächsten Schritt bat ich ihn, das Bild ein bisschen größer werden zu lassen, sodass er es besser sehen kann. Auf mein Nachfragen nach irgendeiner Reaktion verneinte er wieder. Er zeigte erst wieder Angsterscheinungen, als er sich das Bild in halber Bildschirmgröße vorstellte und es auch schon fast ganz scharf zu sehen war.
Diesmal spürte er, wie sein Herz schneller schlug und seine Arme und Beine ganz steif wurden. Beide Reaktionen klopfen wir in getrennten Klopfrunden, bis sie kaum mehr wahrnehmbar für Lucas waren mit z.B.: »Auch wenn mein Herz so stark klopft, wenn ich mir jetzt dieses Bild von diesem Monsterfilm vorstelle, bin ich ein toller Lucas … und es ist doch ganz klar und auch normal, dass mein Herz da reagiert, wenn ich so ein schreckliches Bild vor mir sehe, aber ich weiß ja auch schon, dass dieses Monster da auf dem Bildschirm nicht wirklich echt war, sondern irgend ein normaler Mensch sich so verkleidet  und angemalt hat … auch wenn mein Herz viel schneller klopft, wenn ich auf diese Monster-Erinnerung in meinem Kopf schaue, bin ich ein super Luca, und es ist doch völlig klar, dass es auf dieses fürchterliche Bild von diesem erschreckenden Monster reagieren muss, denn mein Herz weiß ja gar nicht, dass das nur ein verkleideter Mensch war und gar kein wirkliches Monster … aber ich sage das jetzt meinem Herz, dass dieses Monster nicht echt war, sondern nur von einem Schauspieler gespielt … und vielleicht darf es sich dann beruhigen …« usw.
»Auch wenn meine Arme und Beine ganz steif werden, wenn ich mir dieses Bild vorstelle mit diesem Monster, ich bin ein super Lucas … und es ist ja auch sehr verständlich, denn das ist eine ganz normale Reaktion auf etwas, was Angst macht … und so ist es auch bei den Tieren, wenn die Angst haben … sie stellen sich dann einfach tot und können ihre Beine nicht mehr bewegen … aber vielleicht sage ich jetzt meinen Armen und Beinen, dass ja jetzt gar nichts da ist, was mir Angst machen muss, weil es ja gar kein wirkliches Monster ist, und dass sich meine Arme und Beine jetzt einfach entspannen können …«
Ich lasse Lucas wieder auf sein inneres »Monsterbild« schauen und frage nach, wie es in ihm steht. Er meint – wieder mit einem Schulterzucken: »Alles weg, keine Monster mehr da, die mir Angst machen« und strahlt mich an.
»O.k.«, sage ich, »wir schauen jetzt aber nochmal überall in dir nach, ob sich da noch Angstmonster versteckt haben. Deshalb stelle dir jetzt nochmal das Monsterbild in der echten Größe und auch ganz scharf und farbig vor. Mal sehen, ob sich da noch ein ›Angstgeisterchen‹ zeigt.«
Lucas schließt wieder die Augen, und nachdem er sie wieder öffnet, sagt er: »Nein, nichts mehr da.« Er ist sichtlich froh und erleichtert, und so beschließen wir die Sitzung. Ich gebe ihm noch ein paar Tipps mit, wie er für sich selbst klopfen kann, wenn wieder Ängste auftauchen sollten oder anderes, was ihm Probleme macht oder er nicht mag. Ich rege auch noch an, dass er ja auch seinem großen 15-jährigen Bruder das Klopfen zeigen kann.
Wie die Mutter mir später mitteilte, traten bei Lucas diese Ängste nicht mehr auf.
(aus Newsletter 11/15)

Die Mutter eines vier Monate altes Mädchens erzählte Horst, dass ihr Kind seit ein paar Tagen sehr unruhig ist, kaum noch schläft.

Eine ärztliche Untersuchung wies auf keinerlei körperliche Probleme hin. Er riet ihr, das Mädchen immer wieder mal am Rücken entlang der Wirbelsäule zu klopfen und beruhigende Worte, wie „Es ist alles gut“, „Was auch immer dich gerade quält, du bist die Beste“ usw. Ein paar Stunden später rief sie an und meldete erfreut, dass sie diese Anregung aufgegriffen habe, während ihre Kleine wieder so unruhig war. Das Ergebnis: Nach ein paar Minuten war das Mädchen friedlich eingeschlafen und liegt nun ruhig in ihrem Bettchen.

Eine Mutter berichtet vom Klopfen mit ihrer elfjährigen Tochter wegen Problemen mit Schluckauf.

„… Meine jüngste Tochter, elf Jahre, hatte täglich und mehrmals am Tag Schluckauf. Ich bin mittlerweile Stammkundin in mehreren Apotheken gewesen, um Lefax in allen Variationen zu kaufen. Nachdem ich das Klopfen kennengelernt habe und bereits damit bei mir erfolgreich war, dachte ich, warum nicht, kann ja nicht schaden!
Wir fingen an, auf der körperlichen Ebene zu klopfen. ‚Auch wenn ich täglich und mehrmals am Tag Schluckauf habe, bin ich in Ordnung, so wie ich bin.‘ (3x) ….
Dieser Schluckauf, dieser Schluckauf‘, ganz banal und einfach weiter geklopft
…. dieser Schluckauf …. dieser Schluckauf in meiner Brust … dieser Schluckauf in meiner Brust … dieser blöde Schluckauf in meiner Brust … dieser blöde Schluckau … dieser blöde Schluckauf in meiner Brust‘, und das mehrmals täglich ‚… echt blöd … saublöd … dieser Schluckauf, der mir in der Brust weh tut …‘
Sie hat oft und ausgiebig geseufzt, auch gegähnt und ich gleich mit. Bis plötzlich der Schmerz in der Brust weg war: ‚Mama, da ist nichts mehr auf der Brust … das fühlt sich gut an, ganz frei!‘
Wir haben dann noch diesen blöden Schluckauf in der Schule oder in der Öffentlichkeit geklopft: ‚… dieser blöde Schluckauf, der mich belastet, wenn andere gucken … dieser blöde Schluckauf, wenn mich andere so anschauen … dieses Gefühl, von anderen gemustert zu werden … das ist unangenehm …‘, bis sie auchhier sagte, es würde ihr nichts mehr ausmachen, wenn andere so schauen.
Ich habe sie getestet: ‚Stelle dir vor, du bist jetzt in deiner Klasse und musst dein Referat halten und du hast Schluckauf und alle sehen dich ganz komisch an, wenn du nicht sprechen kannst. Und dann setzt du dich hin und hast weiterhin Schluckauf und alle sehen auf dich, wie du da in deiner Bank sitzst und Schluckauf hast. Das ist doch blöd …‘ – ‚Ach Mama, jetzt hör doch auf, es ist mir egal, ob die gucken ….‘
Ich habe das bereits im Dezember mit ihr gemacht, wollte aber noch ein wenig warten, um zu sehen ob der Erfolg dauerhaft ist. Gestern fragte ich sie, wie es denn aussehe mit dem Schluckauf. ‚Ich habe vielleicht noch 1x Schluckauf gehabt‘, sagte sie. Auf jeden Fall werde ich auch noch diesen klitzekleinen Rest Schluckauf mit ihr klopfen.
P.S. Meine Migräne-Angst vor der Sonne ist seit Level 1, nachdem du mit mir geklopft hast, auch weg. Ich hatte sie nicht mehr.“ [Kommentar: Wir nehmen an, sowohl die Angst vor der Migräne als auch die Migräneanfälle selbst.]
(aus Newsletter 03/13)

Ein Warzenfall (Junge, vier Jahre) und ein Fall von Katzenhaarallergie (Junge, sechs Jahre) werden von einer Mutter geschildert.

Hier ein Bericht einer Teilnehmerin an unseren EFT-Kursen:
„Ich bin viel am Klopfen. Zwei Wochen, nachdem ich drei Tage hintereinander die Warzen an den Fingern von meinem Kleinen (vier Jahre) beklopft hatte, sind sie abgefallen, nachdem sie fast ein Jahr lang an seinen Fingern waren und auch die Vereisung beim Hautarzt und eine Tinktur aus der Apotheke nichts gebracht hatten.
Auch die Katzenallergie von meinem anderen Kind hat sich gebessert, früher sind ihm die Augen zugeschwollen, wenn wir bei meiner Schwester oder meiner Mutter waren, weil beide Katzen haben. Nach dem Klopfen hat es sich so verschoben, dass ihm jetzt der Hals gejuckt hat, die Augen waren aber fast gut, obwohl er die Katzen gestreichelt hat und er ein Stück Kuchen gegessen hat. ohne davor seine Hände zu waschen. Das ging früher überhaupt nicht, dass er eine Katze streicheln konnte. Das mit dem Hals wollte er sich dann nicht klopfen lassen. Meine Mutter schickt mir jetzt eine Portion Katzenhaare, damit ich hier daheim die Allergie nochmals angehen kann, und ich hoffe, dass es funktioniert. Mein Kleiner ist sechs Jahre alt und nach zwei Runden Klopfen hat er meist keine Lust mehr.“

Bericht einer klopfenden Mutter: Ihr einjähriges Kind will nicht einschlafen.

„Seit Monaten haben wir Probleme mit unserer Tochter M. (etwas über ein Jahr), weil sie nicht einschlafen kann und sehr unruhig dabei ist. Ich habe mittlerweile das Klopfen  in Kursen kennengelernt und habe auch Informationen über das Surrogatklopfen erhalten. So versuchte ich dies gleich an meiner Tochter, als sie sich am Abend erneut unruhig und widerspenstig zeigte. Mein Mann brachte sie ins Bett, während ich in einem anderen Zimmer saß und für meine Tochter klopfte: ›Auch wenn du so unruhig bist, dich gegen das Schlafen wehrst, du bist meine beste M. und deine Eltern lieben dich …‹ [Kommentar: Es geht auch direkt am Kind, soweit es das Kind annimmt, indem z.B. das Kind im Bett liegt und der Rücken entlang der Wirbelsäule (seitlich davon) jeweils von oben nach unten leicht beklopft oder massiert und dabei die Klopfsätze beruhigend gesprochen werden. Zu dieser Art von Klopfen siehe auch unser Buch »Kinderglück mit EFT«. Auf gleiche Weise kann direkt geklopt werden, indem man das Kind auf den Arm nimmt.]
Da sich aber auch nach einigen Klopfrunden nichts änderte, fühlte ich in mir Ohnmacht und Frustration, die ich dann zunächst einmal an mir selbst beklopfte. [Kommentar: Das tritt immer wieder auf, wenn man gerade für die eigenen Kinder klopft, dass sich eigene Themen zeigen, die auch immer wieder in Zusammenhang mit dem Problem des Kindes stehen können. Daher ist das Beklopfen dieser eigenen Themen sehr wichtig, so wie es auch hier erfreulicherweise gemacht wird.]
Dann klopfte ich wieder diese Unruhe meines Kindes, als plötzlich eine Eingebung von Angst in mir auftauchte. [Kommentar: Auch dies ist eine Erscheinung beim Surrogaklopfen, dass durch diesen Kontakt zum Kind Informationen aus diesem kindlichen Feld zum Klopfanwender kommen. Diese sind dann weitere mögliche Aspekte des Themas, die beklopft werden.]
Ich griff dies sogleich auf und klopfte: »Auch wenn du diese Angst in dir hast, wenn es ans Schlafen geht, du bist meine beste M. und du bist in Sicherheit, denn Papa und Mama sind immer da …« Es schien mir im Verlauf des Klopfens, dass sie begann, sich zu entspannen. Zu meinem Erstaunen bemerkte auch ich, dass ich mich selbst entspannte [Kommentar: Durch das an sich selbst klopfen, beklopft man gleichzeitig auch eigene Aspekte.], wobei mir dabei klar wurde, dass ich mich selbst unter Druck setze, eine gute Mutter zu sein. Ein unruhiges Kind, ein Kind, das sich nicht wohlfühlt, bedeutete anscheinend für mich, dass ich wohl nicht gut genug als Mutter für sie bin. Auch dies klopfte ich nun vermehrt.
Während ich so mit mir beschäftigt war, kam mein Mann in mein Zimmer und berichtete, dass M. entspannt eingeschlafen war – was sonst nie der Fall gewesen war.«
[Kommentar: Duch dieses sich Einlassen auf das Problem des Kindes werden oft auch eigene Themen bewusst, die möglicherweise zum Problem des Kindes mit beitragen. In jedem Falle ist es lohnenswert, diese eigenen Themen dann gesondert zu beklopfen.]
(aus Newsletter 10/13)